Ho trovato un buon Blog su Bozon e la crisi del Lugano... ve la metto qua.
Salutoni, ul Stratif (appena tornato dalle vacanze)
Bozon ist vor allem Opfer
Autor: Kristian Kapp
Blog: Am Eisrink
Datum: 30.11.2010, 15:56 UHR
Philippe Bozon ist statistisch der schlechteste Trainer, den Lugano in der Eishockey-Neuzeit je hatte. Ist er deshalb die Wurzel des Übels?
Nein, er ist vielleicht ein kleiner Mittäter in der Akte «Verfall HC Lugano» – wenn überhaupt. Der Franzose war vielmehr Opfer, das kaum eine Chance hatte, den Erwartungen gerecht zu werden. Bozon hat bis zu seiner gestrigen Entlassung nicht alles falsch gemacht. Er gewährte jungen Spielern viel Eiszeit und Verantwortung, er wollte «ehrliches», nicht vom Glanz einzelner Stars abhängiges Eishockey spielen lassen – zu oft nahmen aber nur die Jüngeren die Aufforderung zum Kämpfen wahr. Bozon konnte aber auch nicht Negativspiralen entgegenwirken.
Regelmässig zerfiel das Team nach Rückschlägen in Einzelteile und kassierte hohe Niederlagen. Da zeigte sich die Überforderung eines Trainer-Neulings in heikler Mission. In keiner anderen Mannschaft der Liga haben zudem «Stars» so wenig Lust auf Defensivarbeit. Auch da ist der Trainer mitschuldig, als Rookie aber auch ohnmächtig …
Was bringt die Entlassung? Kein Schelm, der denkt: «Nichts!» Schliesslich wurde Lugano seit 2006 mit sechs Coaches nicht glücklich. Die Ausgangslage in der Kaderbildung bleibt knifflig, mit Parolen wie «Alles auswechseln!» punktet man am Stammtisch, nicht aber als Sportchef. David Aebischer (bis 2012), Petteri Nummelin, Sébastien Reuille (beide 2013), Hnat Domenichelli (2014) oder Raffaele Sannitz (2016!) haben nicht nur gute, sondern teils lange weiterlaufende Verträge – das sind alles potenzielle Leistungsträger, die dieser Rolle aus diversen Gründen nicht (mehr) gerecht werden.
Es ist Roland Habisreutinger zugute zu halten, dass er nicht beim ersten Gegenwind zur üblichen Massnahme der Trainerentlassung griff, sondern die Spieler in die Verantwortung nahm. Doch der Sportchef wird sich auch Fragen gefallen lassen müssen. Die Vertrags-Altlasten gehen nicht alle auf sein Konto, andere (Ausländer-) Transfers indes schon. Und die oft ungenügenden Leistungen der Söldner ist eines der vielen Probleme Luganos.
In der laufenden Saison gehts für Lugano darum, noch zu retten, was zu retten ist. Danach brauchts für den Weg aus der (Dauer-)Krise aber wirkliche Kompetenz auf dem Trainerposten. Ob so ein Trainer frei sein wird? Und falls ja: Ob so einer überhaupt noch nach Lugano will? Die sportliche Misswirtschaft der letzten Jahre könnte noch weiter reichende Folgen haben.